Zahnersatz

Die Krone
Eine Krone ist der künstliche Ersatz aus Metall, Keramik oder Kunststoff für eine durch Karies zerstörte natürliche Zahnkrone. Eine Krone ist dann notwendig, wenn eine Amalgamfüllung nicht mehr ausreicht um den Zahn richtig zu versorgen.

Durchführung: In einer ersten Sitzung wird die Karies und / oder die alte Füllung entfernt. Um den empfindlichen Nerv vor Überreizung, z. B. durch kalte Getränke, zu schützen, kann eine Aufbaufüllung nötig sein. In einer zweiten Sitzung wird der Zahn dann präpariert (geschliffen), dass später die Krone aufgesetzt werden kann. Nach dieser Zahnpräparation wird ein Abdruck genommen, der dann ins Zahntechniklabor geschickt wird. Im Labor wird dann die Krone angefertigt. Diese ist eine individuelle Krone und passt genau auf diesen Zahn. Am Ende dieser Sitzung wird noch ein Provisorium für den Zahn angefertigt. In der dritten Sitzung wird die Krone dann einprobiert und eventuell auf der Kaufläche eingeschliffen. Passt sie dann „perfekt“, setzt sie der Zahnarzt / die Zahnärztin mit einem Zement ein. Im Schnitt hält so eine Krone dann 10 bis 20 Jahre.

Die Stiftkrone
Diese wird auch Stiftzahn genannt. Die Stiftkrone wird in die noch vorhandene Wurzel des Zahnes eingegliedert. Heute zunehmend üblich ist der „Kernaufbau“. Hierbei wird erst der fehlende Zahnstumpf ersetzt, der dann mit einer normalen Krone bedeckt wird.

Die Brücke
Sie wird verwendet, um eine Zahnlücke zwischen zwei Zähnen zu „überbrücken“. Der die Lücke füllende Zahnersatz wird dabei an seinen Nachbarn, den so genannten Ankerzähnen, befestigt. Tipp: Sollten die angrenzenden Zähne (Ankerzähne) an der Lücke keine Füllungen aufweisen, so ist es ratsam ein Implantat zu wählen, denn gesunde Zähne sollten nicht beschliffen werden. Denn beim Beschleifen geht immer Zahnschmelz verloren und dieser ist irreparabel.

Die Teilprothese
Sie ist ein herausnehmbarer Zahnersatz für fehlende Zähne. Bei einer Teilprothese ist mindestens noch ein natürlicher Zahn im Ober- o. / u. Unterkiefer vorhanden. An der Teilprothese wird an der Stelle des natürlichen Zahnes meist eine Klammer angearbeitet, die auf dem natürlichen Zahn aufliegt und eine Haltefunktion der Prothese hat. Einmal im Jahr sollte man den Sitz der Prothese vom Zahnarzt überprüfen lassen. Ein besserer Halt jedoch bietet die Teleskopprothese. Diese ist allerdings auch etwas teurer. Es ist also meist eine Kostenfrage. Durchführung: Es sind oft mehrere (4 bis 5) Sitzungen nötig, in denen verschiedene Arbeitsschritte zur Anfertigung der Prothese durchgeführt werden.

Die Vollprothese
Diese ist ein herausnehmbarer Zahnersatz für das gesamte Gebiss. Trotz des perfekten Zusammenspiels von Zahnmedizin und Zahntechnik werden die „Dritten“ anfangs als Fremdkörper empfunden und bedürfen einer gewissen Eingewöhnungszeit. Einmal im Jahr sollte man den Sitz der Prothese vom Zahnarzt überprüfen lassen.

Durchführung: Es sind oft mehrere (4 bis 5) Sitzungen nötig, in denen verschiedene Arbeitsschritte zur Anfertigung der Prothese durchgeführt werden. Die Prothese besteht meist nur aus Plastik, kann jedoch zur Verstärkung Metall enthalten. So eine genannte Metallplatte wird nötig, wenn die Plastprothese öfters brechen sollte.

Die Teleskopprothese
Diese ist ein herausnehmbarer Zahnersatz, wo mindestens noch 2 natürliche Zähne vorhanden sind. Diese natürlichen Zähne dienen als Verankerung der Prothese. Sie werden beschliffen und mit einer „Innenkrone“ versehen. Die Außenkrone wird in die Prothese an dieser Stelle eingearbeitet. Gehandhabt wird diese Prothese dann so, dass man die Prothese auf diese mit Kronen überkappten Zähne „aufsteckt“. Diese Methode bietet den optimalen Halt. Haftcreme ist hier zum besseren Halt nicht nötig. Ein Nachteil ist hier der Zeit- und Kostenfaktor. Durchführung: Hier sind mindestens 7 bis 8 Sitzungen nötig.

Das Inlay
Dieses ersetzt meist nur eine Füllung. Ein Inlay ist wesentlich teurer als eine Füllung und muss komplett selbst bezahlt werden. Der Vorteil zur Füllung liegt jedoch darin, dass es meist aus Gold besteht und die Kavität („Loch“) komplett herum abschließt, so dass eine Sekundärkaries darunter nur schlecht entstehen kann. Zudem ist Gold ein besseres Füllungsmaterial als Amalgam. Das Inlay hält auch wesentlich länger als eine Füllung. Durchführung: 2 Sitzungen sind hierfür nötig (bei Füllung nur Eine).

Die Teilkrone
Eine Teilkrone ist dann notwendig, wenn eine Amalgamfüllung nicht mehr ausreicht um den Zahn richtig zu versorgen, aber eine Krone nicht angezeigt ist. Hier wird nur ein Teil des Zahnes beschliffen, meist die komplette Kaufläche, weniger die Außenseiten.

Das Implantat
Dieses sollte immer verwendet werden, wenn sonst alle Zähne gesund sind und eine Brücke dadurch nicht angezeigt ist. Das Implantat ist sehr kosten- und zeitintensiv. Die Behandlung erstreckt sich meist über ein halbes Jahr. Durchführung: In den Kiefer wird ein Titanstift eingeschraubt. Dann muss die Wunde erst einmal lange heilen. Danach wird so etwas Ähnliches wie ein „Kernaufbau“ darauf befestigt, wobei man die Wunde nochmals öffnen muss. Diese muss nun wieder abheilen. Erst jetzt kann die Krone aufgesetzt werden.

Die Füllung
Sie ist angezeigt, wenn der Zahndefekt noch nicht allzu groß ist. Im sichtbaren Bereich verwendet man Kunststoff. Für die „Backenzähne“ verwendet der Zahnarzt meist Amalgam, es sei denn der Patient wünscht ausdrücklich eine Kunststofffüllung oder es liegt eine Amalgamallergie vor. Achtung! Eine Amalgamfüllung ist bei weitem nicht so schädlich, wie es manchmal in den Medien behauptet wird! Wir nehmen wesentlich mehr Quecksilber über die Nahrung auf, als durch den Abrieb des Amalgams beim Kauen.